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Sechseläuten 2011

Die Gesellschaft zu Fraumünster eingeladen in den Hauptumzug!
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[Presse]


Neujahrsblatt 2011

Verkauf am 2. Januar 2011 von 10-12 Uhr im Blue Monkey (Zunfthaus z. Schneidern).

Thema: Ärztin Marie Heim-Vögtlin und Architektin Lux Guyer
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Die Hohe
Fraumünster-Frau

Regula Zweifel

Regula Zweifel, Hohe Fraumünster-Frau
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Jubiläum der Gesellschaft zu Fraumünster

Bittbaum-Einweihung am 5. Juni 2009

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Gesellschaft zu Fraumünster konnte die Gesellschaft zu Fraumünster der Stadt Zürich eine junge Linde schenken und damit eine uralte, in allen Religionen und Kulturen der Welt beheimatete Tradition wieder aufleben lassen: den Bittbaum!
Von Orient bis Okzident steht der Bittbaum für Energie und Heilung, Schutz, Friedensstiftung und Liebe, und vor allem für Hoffnung. Verschiedene Baumarten wurden zu Bittbäumen erkoren: die Buche, die Eiche, der Mammutbaum, der Ahorn, und am häufigsten die Linde.

Der Bittbaum-Platz, oft Lindenplatz, galt und gilt als Ort der Kraft. Menschen in Nöten umarmen den Baum wie einen lieben Freund oder setzen sich unter ihn und bitten um irdischen oder himmlischen Rat, um menschliche Hilfe. Unzählige Bräuche wurden und werden mit dem Bittbaum verbunden; manche verloren sich, lebten wieder auf, und neue entstanden. Einen der schönsten auch nach aussen sichtbaren Bräuche nahmen wir anlässlich der Einweihung hier in Zürich wieder auf: den des Wunschbändels.

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Fraumünster-Frauen
auf der Reise zu ihren Wurzeln

Am Wochenende vom 16. bis 17. Mai 2009 machte sich eine grosse Schar Fraumünster-Frauen auf den Weg nach Konstanz, dem mittelalterlichen Bischofssitz, um die Stadt und deren Geschichte zu erkunden. Nebst kulinarischen und gesellschaftlichen Höhenflügen war vor allem der festliche und gastfreundliche Gottesdienst im Münster, dem ehemaligen Bischofssitz, einer der Höhepunkte des Ausfluges.

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Muenster  Besichtigung

Dass Konstanz eine Reise wert ist, erfuhren die Teilnehmerinnen der Jubiläumsreise!


Öffentliches Szenisches Konzert im Fraumünster, 14. November 2008

Gipfeltreffen mit Hirsch

Die Sopranistin Noemi Nadelmann, 30 MusikerInnen, SchauspielerInnen und TänzerInnen der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) führten die Geschichte ins 21. Jahrhundert weiter und inszenieren ein Gipfeltreffen mit Hirsch.

Mit Musik und Texten von Minnegesang über Antonin Dvorak, Friederich Hegar, George Gershwin, Evergreens von Tina Turner, den Beatles, von Mani Matter und Texten von Johannes Hadlaub, Gottfried Keller ua. entführten die Darbietenden die gut besetzte Fraumünsterkirche durch acht Jahrhunderte der Geschichte.

Impressionen des Festes finden Sie hier

     

Fotos aus der Probe vom 5.11.08 (Für Vergrösserung klicken)


Der Ausgangspunkt des dramaturgischen, szenischen Konzertes ist das Emblem der Gesellschaft zu Fraumünster: Der weisse Hirsch, der mit der Gründungslegende des Fraumünsters verbunden ist. Sie erzählt Folgendes:
Hildegard und Berta, zwei Töchter des ostfränkischen Königs Ludwig des Deutschen, wohnen auf der Burg Baldern auf dem Albis, um in Abgeschiedenheit ihr Leben Gott zu widmen. Sie wandern ins nahe Zürich zur Kapelle der Heiligen Felix und Regula. Gott gibt den frommen Schwestern einen weissen Hirsch mit auf den Wanderung, dessen Geweih hell leuchtet und ihnen den Weg durch den dichten Wald weist. Der Hirsch zeigt ihnen schliesslich eine Stelle bei der Limmat, wo sie eine Kirche errichten sollen. Ludwig der Deutsche stiftete da die Fraumünsterabtei.

Der Hirsch oder die Hirschkuh symbolisieren das unbezwingbare Heldentier wie auch den erleuchteten und unbefleckten Heilsbringer. In unserer Zeit nehmen wir den Hirsch als laut röhrenden Frauenumwerber wahr und bewundern etwas verwirrt das riesige Geweih, das durch seine fragwürdige Praktikabilität, die evolutionäre Theorie in Frage zu stellen scheint.

Die Abtei Fraumünster ist die eigentliche Stadtregierung von Zürich. Die Äbtissin Elisabeth von Wetzikon ist somit von 1270 -1298 Stadtoberhaupt. In diese Zeit fällt die Entstehung des Manesse-Codex. Dieser stellt die umfangreichste Sammlung des Minnesangs dar. Zum Manesse-Kreis gehörten die Fürstäbtissin und der Bischof von Konstanz und der Minnesänger Johannes Hadlaub, der an der Entstehung der Sammlung beteiligt ist. Gottfried Keller liefert in der 1876/77 entstandenen Zürcher Novelle „Hadlaub“ eine verklärte Erzählung dieser Entstehungsgeschichte. Er lässt seiner dichterischen Fantasie freien Lauf. Der Liebe zwischen der Äbtissin und dem Bischof von Konstanz entspringt, so die Erzählung, eine Tochter, die Hadlaub besingt und den sie am Schluss der Novelle heiratet. Kellers Novelle manifestiert das Interesse des 19. Jahrhunderts für die Geschichte des Mittelalters, des Brauchtums und der Traditionen. Wir verdanken jener Zeit die Formen unseres heutigen Brauchtums.


20 Jahre Gesellschaft zu Fraumünster!

Am Sechseläuten 1989 gab sich die damalige «Zürcher Frauen-Zunft» anlässlich ihres ersten Hauptbots (Generalversammlung) die ersten Satzungen und wurde somit als Verein aus der Taufe gehoben. Im Jahr 1994 wurde der Verein dann umbenannt in «Gesellschaft zu Fraumünster». Von den damaligen acht Gründungsmitgliedern sind heute noch fünf Frauen aktiv bei der Gesellschaft. Viel ist geschehen in der Zwischenzeit!

Heute ist die Gesellschaft zu Fraumünster eine etablierte Gesellschaft in Zürich, die sich mit verschiedenen Aktivitäten für die Frauengeschichte, für die Geschichte des Fraumünsters und auch für kulturelle Belange einsetzt. Am Sechseläuten ist sie seit 1999 als separater Umzug vor dem «offiziellen» Zug der Zünfte an der Spitze mit dabei und bietet mit ihrem Apéro auf der Opernhausterrasse einen Treffpunkt für viele Sechseläuten-Begeisterte.

Den Auftakt hat das Mittelalterspectaculum 2008 mit seinem traditionell von unserer Fraumünster-Frau Esther Huss geleiteten Theaters gebildt. Es findet vom 22. bis 24. August 2008 auf dem Münsterhof statt. Auf der separate Webseite sind Fotos zu finden!